Neuigkeiten

19 September 2011

Ferngesteuerter Computer

Wenn der Computer ein Eigenleben entwickelt und vermeintlich selbstständig Dateien öffnet, Kontodaten abruft, Kalender und E-Mails liest, ist größte Vorsicht geboten. Es könnte sein, dass der Computer gehackt wurde und nun fremd- und ferngesteuert arbeitet und erhebliche Schäden verursacht. Wer den Täter belangen will und sich zu einer Strafanzeige entschließt, sollte die möglichen Spuren so sichern, dass sie auch gerichtsverwertbar sind und als Beweis genutzt werden können. Ein erfahrener Forensiker kann potentielle Beweise in geeigneter Form sichern, so dass sie auch in einem Gerichtsverfahren verwendet werden können. Hierfür ist vor allem erforderlich, dass ab Kenntnis eines möglichen Hacker-Angriffs der Ist -Zustand der Festplatte des Rechners eingefroren wird. Erst danach kann mit der eigentlichen Spurensuche begonnen werden. Dabei ist eine lückenlose  Dokumentation aller  Maßnahmen durch den Forensiker zwingend notwendig. Ein eindrucksvolles Beispiel der Arbeit eines IT-Forensikers ist bei

http://heise.de/-1320475

nachzulesen.

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12 September 2011

30 Jahre Chaos Computer Club

Am 12.9.1981 wurde der CCC in den Redaktionsräumen der taz gegründet. Als Hackervereinigung machte die Organisation erstmalig öffentlich 1984 durch den BtX -Hack  von sich Reden. Mitglieder des CCC deckten eine Sicherheitslücke beim Btx-System auf, das von der Bundespost als sicher angepriesen wurde. Um juristische Mißverständnisse auszuschließen, wurde 1986 der Chaos Computer Club als eingetragener Verein (e.V.) als Verein zur Förderung der Informationsfreiheit und eines Menschenrechts auf mindestens weltweite ungehinderte Kommunikation gegründet. Die Hackerethik ist unter www.ccc.de einsehbar. In den vergangen Jahren hat sich der CCC zur anerkannten Fachorganisation entwickelt, deren Kompetenz politsch genutzt und an deren Mitglieder Sachverständigenaufträge, z.B. durch das Bundesverfassungsgericht vergeben werden. Glückwunsch zum 30-jährigem Jubiläum!

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06 September 2011

Elektronische Fußfessel kommt 2012

Mehrere Bundesländer wollen ab 2012 die elektronische Fußfessel für Verurteilte einführen und haben sich auf  eine gemeinsame
Überwachungszentrale verständigt. Ein in Hessen installiertes Zentrum wird am 2012 die elektronische Aufenthaltsüberwachung rückfallgefährdeter Verurteilter übernehmen, die dem Bereich der Schwerkriminalität zugeordnet werden und für die Führungsaufsicht greift. Mittels einer GPS-Überwachung kann der Aufententhalt nachvollzogen und die Einhaltung von Ausschlusszonen, z.B. bei Sexual- oder Gewaltstraftätern, kontrolliert werden. Ob sich technisch eine lückenlose Überwachung umsetzen lässt, wird z.T. bezweifelt und muss sich in der Praxis erweisen. Polikter loben bereits aufgrund vorangeganger Tests die zu erwartende hohe Erfolgsquote, während die Polizeigewerkschaft von einer gefährlichen Beruhigungspille spricht.

Mehr hierzu z.B. bei:  www.welt.de

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22 August 2011

BGH hebt Verurteilung eines Jugendlichen wegen Tötung auf

 Der BGH hat mit  Beschluss vom 2.8.2011 die Verurteilung eines Jugendlichen wegen Tötung der"Zweitfrau" seines Vaters aufgehoben.

"Das Landgericht Berlin hatte einen  16 Jahre alten, aus einer libanesischen Großfamilie stammenden Deutschen wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren verurteilt. Es hat sich davon überzeugt, dass der Angeklagte beauftragt war, seine beiden Halbbrüder aus der Wohnung der Lebensgefährtin seines Vaters abzuholen. Nachdem sich die junge Frau geweigert hatte, die Kinder herauszugeben, tötete der Angeklagte sie mit einem am Tatort ergriffenen Kochmesser durch 13 Messerstiche in den Oberkörper und Rücken.

Der 5. (Leipziger) Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat die Verurteilung des während des gesamten Verfahrens schweigenden Angeklagten wegen durchgreifender Mängel der Beweiswürdigung aufgehoben.

Diese betreffen insbesondere die Würdigung des Verhaltens des ebenfalls als Täter in Betracht kommenden Vaters des Angeklagten. Dieser verfügte über ein Tatmotiv, weil ihn seine Lebensgefährtin mit den Kindern verlassen wollte. Bei dieser Sachlage hätte das Landgericht den Angeklagten belastende Bekundungen des nach der Tat untergetauchten Vaters als Zeuge und Angaben zu seinem eigenen Alibi nicht als Aussage eines neutralen Zeugen würdigen dürfen.

Die neu berufene Jugendkammer wird sich auch näher mit dem sich aus der Beweislage aufdrängenden Alternativgeschehen, einer Rolle des Angeklagten als Gehilfe, Mittäter oder Auftragstäter zu befassen haben."

Beschluss vom 2. August 2011 – 5 StR 259/11

Pressemitteilung des BGH 139/2011 vom 18.8.2011

16 August 2011

4. EU-Strafrechtstag am 1.10.11. in Bonn

Unter dem Titel "Europa- Raum der Strafverfolgung" findet in diesem Jahr schon die 4. EU-Strafrechtstagung statt. Im Zentrum europäischer Strafverfolgung steht der Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung, demzufolge Strafverfolgungsmaßnahmen eines Staates in den anderen Staaten unüberprüfbar Anerkennung und Anwendung erfahren sollen. Schon heute nimmt  EU-Recht starken Einfluss auf die nationale Gesetzgebung und damit auf das nationale Strafverfahren. So gehen die jüngsten Verschärfungen im Computer- und Internetstrafrecht auf die europäische Cybercrime- Konvention zurück. Kenntnisse aus dem EU-Straf- und Strafverfahrensrecht sind daher  für jede kompetente Strafverteidigung unerlässlich. Die Tagung will aber vor allem die europäische Entscheidungsfindung kritisch begleiten und frühzeitig, gerade zum Schutz von Verteidigungsrechten, strukturelle Defizite aufdecken und diskutieren.

Nähere  Informationen unter: www.strafverteidigervereinigungen.org

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Kontakt

Hopfenstraße 2 E, 24114 Kiel

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