22 Juni 2011

Besuch vom Staatsanwalt

Es trifft nicht nur die anderen.

Niemand rechnet damit, doch es kann jedem passieren: Plötzlich stehen Staatsanwalt und Polizei mit einem Durchsuchungsbeschluss vor der Tür und wollen Ihre Firma, Ihre Wohnung etc. nach Beweismitteln durchsuchen.  Als Betroffener steht man dieser Situation hilflos gegenüber. Ergibt sich aus dem Beschluss, dass man selbst nicht einer Straftat verdächtigt wird, ist die Situation noch einigermaßen beherrschbar. Durch eine freiwillige Herausgabe der gesuchten Gegenstände  kann  die eigentliche Durchsuchung abgewendet werden.

Besonders unangenehm wird es, wenn Sie beschuldigt werden, eine Straftat, z. B. ein Korruptionsdelikt, einen  Betrug oder eine Untreue oder eine Steuerhinterziehung begangen zu haben und die Polizei mit der Suche nach Unterlagen Ihre Geschäftsräume oder Wohnung auf den Kopf stellt.

In diesem Falle gilt:

Bleiben Sie ruhig. Lassen Sie sich den Durchsuchungsbeschluss aushändigen. Diskutieren Sie auf keinen Fall über den Inhalt des Beschlusses. Äußern Sie sich ohne Beratung mit einem Strafverteidiger nicht zu den Vorwürfen. Informieren Sie Ihre Mitarbeiter, wenn  die Durchsuchung in der Firma durchgeführt wird. Behindern Sie die Beamten nicht bei den Durchsuchungsmaßnahmen. Rufen Sie Ihren Anwalt an. Das Telefonat darf Ihnen nicht verwehrt werden, wenn Sie die Durchsuchungsarbeit nicht stören. Der  kann einen Strafverteidiger informieren und diesen bitten, sich unverzüglich mit Ihnen in Verbindung zu setzen, besser noch, direkt zum Ort des Geschehens zu kommen. Der Strafverteidiger kann  vor Ort dafür Sorge tragen, dass Ihre Privatsphäre und Ihre Rechte als Beschuldigter gewahrt werden.

Sollten Sie bei der Durchsuchung auf einen Anwalt verzichten, lassen Sie sich das Verzeichnis über die sichergestellten Gegenstände geben und vereinbaren schnellstmöglich einen Termin bei einem Strafverteidiger.

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