26 Juli 2011

Finanzagent zur Bewährungsstrafe verurteilt

Wer sein Konto für einen Geldstransfer für eine dritte Person gegen Zahlung einer Provision  zur Verfügung stellt, muss damit rechnen, wegen Beihilfe zum Computerbetrug oder wegen Geldwäsche belangt zu werden. Die Strafbarkeit von  Phishing- Attacken ist inzwischen bekannt. Aber auch derjenige macht sich strafbar, der dem Täter beim Geldtransfer behilflich ist. Da sich die Täter zumeist im Ausland aufhalten, suchen sie (per Mail) Personen, die bereit sind ihr Konto zur Verfügung zu stellen. Die angebotenen Provisionen sind dabei verlockend hoch. Der Täter überweist dann das Geld, das er von einem anderen Konto abgeräumt, auf das Konto des Helfers, der nach Abzug der Provision das restliche Geld dem Täter zur Verfügung stellt. Die Behauptung, man habe nicht damit gerechnet, dass es sich um illegal beschafftes Geld handelt, ist wenig glaubhaft, wenn schon angesichts der Höhe der versprochenen Provision Zweifel angebracht gewesen sind. Inzwischen gehen die Gerichte davon aus, dass es sich dem Finanzagenten beim dem gängigen, bekannten Ablauf aufdrängen muss, dass das Geld auf kriminellen Quellen stammt. In der Vergangenheit sind mehrfach Personen, die entsprechende Hilfeleistungen erbracht haben, verurteilt worden. Das AG Aachen hat in diesem Jahr wegen Beihilfe zum gewerblichen Computerbetrug immerhin einen Finanzagenten zu 8 Monaten Freiheitsstrafe zur Bewährung verurteilt. Für eine übergebene Summe von 4.500 € und einer Provision von nur 500 €. Für Rückfragen:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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